Liebe Mitglieder, Kund*innen und Freund*innen vom ÖkoEsel,
die letzte EselPost war eine besondere: Christian hat sich nach sechs Jahren von euch verabschiedet. Das hat eine Lücke hinterlassen – und zugleich den Blick dafür geschärft, was den ÖkoEsel im Kern ausmacht: eine Gemeinschaft, die diesen Ort trägt – vor und hinter der Ladentheke.
In diesem Sinne machen wir engagiert weiter. Diese Ausgabe erzählt, wie es nach Christians Weggang weitergeht, stellt euch eine neue TAGWERK-Milch vom Hof Oberhofer vor und erklärt den neuen Preisvergleich auf dem Kassenzettel. Außerdem erinnern wir ans Tomatenabo vom Habeker Hof, das ihr nur noch in der ersten Juli-Woche bestellen könnt. Dazu wieder ein paar Veranstaltungstipps – unter anderem sind wir beim Haidhauser Kultursonntag mit eigenem Stand und Glücksrad dabei.

In dieser EselPost
- So geht es weiter – engagiert und gemeinsam
- Neu im Sortiment: TAGWERK-Weidemilch vom Hof Oberhofer
- Neu auf dem Kassenzettel: der Preisvergleich
- Schnell sein: Tomatenabo vom Habeker Hof
- Zu guter Letzt: Veranstaltungstipps
So geht es weiter – engagiert und gemeinsam
Christians Abschied ist für uns Herausforderung und Chance zugleich. Herausforderung, weil mit ihm viel Erfahrung und Tatkraft geht. Chance, weil ein solcher Übergang uns die Gelegenheit gibt, manches bewusst neu zu denken: Wie und in welchen Strukturen arbeiten wir zusammen? Was wollen wir beibehalten, was können wir optimieren? Vor allem aber wollen wir künftig mehr gemeinsam stemmen und Verantwortung auf mehr Schultern verteilen. Und in dieser Hinsicht sind wir dank des tollen Teams optimistisch – so viel Selbstlob muss sein!
Die nächsten Schritte: einen neuen Modus Operandi finden
Christians Aufgaben werden zu großen Teilen nach und nach in das Team getragen. Das heißt auch: Wir trauen uns gegenseitig mehr zu und können vieles eigenständiger gestalten – ein Schritt, der den ÖkoEsel als Ganzes stärkt.
Damit das gelingt, sortieren wir uns gerade neu. Wir finden Wege, künftig anders zusammenzuarbeiten, machen Abläufe transparenter, schreiben Anleitungen und sorgen dafür, dass mehr Köpfe die Hintergründe und Zusammenhänge kennen. Das ist Arbeit – aber sinnvolle, weil sie den Laden auf ein breiteres Fundament stellt.
Im Oktober wird gefeiert: 10 Jahre ÖkoEsel
Und es gibt einen schönen Anlass, nach vorn zu schauen: Im Oktober feiern wir 10 Jahre ÖkoEsel! Zehn Jahre solidarisches Wirtschaften, zwei Läden und unzählige Begegnungen zwischen den Regalen.
Das Fest steigt im PATHOS theater am Leonrodplatz, am 4. Oktober 2026. Merkt euch den Termin schon einmal vor – wir freuen uns darauf, mit euch anzustoßen!
Neu im Sortiment: TAGWERK-Weidemilch vom Hof Oberhofer
Es gibt endlich wieder eine TAGWERK-Milch bei uns – und was für eine.
Was macht diese Milch besonders?
Sie kommt vom TAGWERK/Naturland-Hof von Beate und Peter Oberhofer in Bachhorn bei Bruckberg (Landkreis Landshut). Dort entstand 2024 eine Hofmolkerei direkt am Stall – kürzeste Wege, maximale Frische.
Den Betrieb zeichnet vor allem zweierlei aus:
- Konsequente Weidehaltung: Die Kühe sind von März bis Oktober Tag und Nacht auf der Weide, unter freiem Himmel.
- Muttergebundene Kälberaufzucht: Die Kälber dürfen bei ihren Müttern bleiben, trinken und wachsen. Erst was sie übrig lassen, kommt in die Molkerei. Es gilt die Regel: erst das Kalb, dann die Molkerei. Das ist selbst unter Biobetrieben eine echte, besonders artgerechte Ausnahme.
Abgefüllt wird sie in 1-Liter-Mehrwegflaschen: eine pasteurisierte, im Fettgehalt naturbelassene Vollmilch (3,8 % Fett), traditionell hergestellt und nicht homogenisiert.

Wann und wie gibt es sie?
Die Milch steht bei uns ganz normal im Kühlregal. Geliefert wird sie in Neuhausen mittwochs, in Haidhausen donnerstags und jeweils auch samstags. Wir starten bewusst mit kleinen Mengen und schauen, wie sie ankommt; bei entsprechender Nachfrage weiten wir das gerne aus.
Neu auf dem Kassenzettel: der Preisvergleich
Ab sofort weist euer Kassenzettel aus, was ihr als Mitglieder gegenüber den Nicht-Mitglieder-Preisen spart. Eine schöne, konkrete Information – die bereits häufig von euch nachgefragt wurde. Nun ist das technisch möglich!
Was dabei (noch) nicht berücksichtigt wird
Eines muss man derzeit mitdenken: Das Brot fließt noch nicht ein. Das liegt daran, wie es an der Kasse eingegeben wird. Heißt konkret: Eure tatsächliche Ersparnis liegt sogar noch etwas höher, als der Bon ausweist.
Wie sich unsere zwei Preise zusammensetzen
Damit die Zahlen verständlich werden, hilft ein Blick darauf, wie unsere Normalpreise überhaupt entstehen. Wo es eine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller gibt, halten wir uns daran; wo sie fehlt, orientieren wir uns an den branchenüblichen Aufschlägen. Für unsere Mitglieder rechnen wir dagegen mit einem pauschalen Aufschlag von 15 % – also deutlich weniger, als in den Normalpreisen steckt. Genau diese Differenz ist eure Ersparnis.
Warum der Vergleich mit anderen Läden so schwierig ist
Der Vergleich mit anderen Läden klingt einfach, ist es aber nicht. Zum einen gewähren wir auf die Normalpreise keine Sonderangebote. Der übliche Handel verkauft das meiste mit hohen Aufschlägen, lockt aber mit einzelnen Schnäppchen – das gibt es bei uns nicht. Wir konzentrieren uns auf eine gute Versorgung für unsere Mitglieder und nicht darauf, wie wir durch Angebote mehr Nicht-Mitglieder in den Laden holen.
Zum anderen kommt es stark darauf an, womit man uns misst. Gegenüber dem kleinen Bioladen um die Ecke oder anderen kleineren Bio-Ketten dürfte die ausgewiesene Ersparnis ungefähr übertragbar sein. Gegenüber den großen Discountern und teils auch Bio-Supermarktketten fällt sie jedoch geringer aus.
Nur sagt ein niedriger Preis längst nicht alles, denn in der Tendenz gilt Folgendes: Die großen Ketten führen eine andere Qualität, arbeiten mit lockereren Standards und setzen vor allem die Erzeugerbetriebe unter Druck. Und ehrlich gesagt wird ohnehin selten Gleiches mit Gleichem verglichen – unser Sortiment lebt von kleineren, regionalen und fairen Erzeuger*innen, die in keinem Discounter-Regal liegen.
Einen wirklich sauberen Vergleich anzustellen, ist deshalb nicht so leicht. Aber mit der neuen Preis-Info habt ihr zumindest einen guten Anhaltspunkt.
Schnell sein: Tomatenabo vom Habeker Hof
Ihr erinnert euch an unseren Tipp aus der Mai-EselPost? Das Tomatenabo vom Habeker Hof – rund 20 kg Tomaten in etwa 40 Sorten, von Anfang Juli bis Ende August, ausgewählt allein nach Geschmack.
In der ersten Juli-Woche könnt ihr es noch bestellen – danach geht die Saison los. Abgeholt wird wöchentlich, unter anderem dienstags in Haidhausen beim Ernährungsrat in der Milchstraße und mittwochs bei uns im Laden in Neuhausen.
Bestellung und alle Infos: https://www.habeker-hof-shop.de/products/tomaten-abo

zu guter Letzt: Veranstaltungstipps
Haidhauser Kultursonntag – Sonntag, 5. Juli
Wir sind dabei! Beim Haidhauser Kultursonntag findet ihr uns mit eigenem Stand und Glücksrad – kommt vorbei, dreht eine Runde und lernt den ÖkoEsel (noch besser) kennen. Drumherum erwartet euch ein buntes Programm aus Musik, Tanz, Biergarten, Essen, Trinken, Kinderprogramm und Infoständen.
Sonntag, 5. Juli ab 14 Uhr / Bordeauxplatz, München-Haidhausen / Eintritt frei
Veranstaltet von AKA – Aktiv für interKulturellen Austausch e.V. und Haidhauser Bürger*innen.

Quartiersküche Haidhausen: Pasta selber machen – Sonntag, 26. Juli
Der Münchner Ernährungsrat, mit dem wir als Kooperationspartner verbunden sind, lädt in seine Quartiersküche Haidhausen – einen Ort, an dem Menschen aus dem Viertel gemeinsam kochen und essen. Diesmal macht ihr Nudeln selbst und zaubert dazu bunte Pestos: ganz entspannt, ohne Vorkenntnisse und mit viel Raum zum Austausch. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, gemeinsam neue Rezepte auszuprobieren und eine gute Zeit miteinander zu verbringen.
Sonntag, 26. Juli, 10–13 Uhr / Münchner Ernährungsrat e.V., Milchstraße 13, 81667 München / kostenlos, Spenden willkommen
Mehr Infos unter: https://muenchner-ernaehrungsrat.de/termine/pasta-selber-machen.html

weitere Veranstaltungshinweise
Gedenken: Zehn Jahre Anschlag am OEZ. Zehn Jahre offene Fragen.
Am 22. Juli 2016 wurden am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen bei einem rechten und rassistischen Anschlag ermordet. Zehn Jahre später kämpfen Angehörige und Überlebende noch immer um Aufklärung. Viele Fragen an Polizei und Behörden sind bis heute unbeantwortet.
Die Initiative „München erinnern!” ruft dazu auf, das Gedenken mitzutragen und die Betroffenen zu unterstützen:
- Sa, 19.7.2026, 14 Uhr, Gärtnerplatz: Demonstration „Zehn Jahre offene Fragen” zum Bayerischen Landtag, mit der Forderung nach einem Untersuchungsausschuss.
- Mi, 22.7.2026, 16 Uhr, OEZ: Gedenken zum zehnten Jahrestag.
Mehr Infos und Hintergründe: muenchen-erinnern.de
Erinnern heißt, sich verbünden.

Klima.Dult – Sonntag, 26. Juli
Der Münchner Klimaherbst macht 2026 das ganze Jahr über Programm – im Juli lädt die Klima.Dult zum nachhaltigen Aktionstag, diesmal in Pasing. Einen Tag lang gibt es DIY-Workshops, kostenlose Radl-Checks, Energieberatung, Mitmach-Angebote für Kinder sowie Essen, Trinken und Musik. Mit dabei sind auch Initiativen rund um gutes, faires und klimafreundliches Essen. Ein Ausflug, der gut zu allem passt, wofür auch wir stehen.
Sonntag, 26. Juli / München-Pasing / Eintritt frei
Mehr Infos unter: https://klimadult.de und https://muenchner-klimaherbst.de
Solidarische Grüße
Euer ÖkoEsel-Team



